Super diszipliniert oder Diät Burnout?! Was wirklich mit dir los ist!

Kannst du auch nur noch an Kalorien, Diäten und Regeln beim Essen denken? Und meinst du, das gehört eben dazu – immerhin willst du dein Ziel vom glücklichen Leben mit Traumkörper ja erreichen und dazu benötigt es Disziplin und Durchhaltevermögen?! Vielleicht hast du Recht, vielleicht steckt aber auch etwas anderes dahinter…

„Um mein Ziel zu erreichen, muss ich diszipliniert sein!“

Stimmt. (Ha, hättest du nicht gedacht, oder?!)

Grundsätzlich erfordert jedes Ziel in irgendeiner Weise Disziplin und Durchhaltevermögen. Klar, immerhin musst du gewisse Schritte gehen und dran bleiben, wenn du dir etwas vorgenommen hast. Doch Diszplin und ständiges Durchhalten kann irgendwann zu viel werden und Stress auslösen, so wie wir es auch aus dem Berufsleben (oder anderen Lebenslagen) kennen.

Irgendwann ist es zu viel Druck und die Gedanken drehen sich nur noch um eins: Das Abhaken der To Do Liste, die perfekte Aufgabenerfüllung oder eben einen Fitnesslifestyle Tag, wie du ihn aus dem Bilderbuch  350k Insta Fitnessmodel Account kennst.
Ja, ich meine das volle Programm mit Proteinkuchen, 800kcal HIIT Training und Posing vor dem Spiegel.

Auch Diäten und das Streben nach dem perfekten Body können sich vom disziplinierten Vorbild-Dasein in eine verzweifelte Achterbahnfahrt zwischen Crash Diäten und Fressattacken entwickeln. Manchmal sogar, ohne das man es selbst wahrhaben will. Je mehr du in deinem Alltag an Essen, Ernährungspläne und Sport denkst und wie du aufgenommene Kalorien wieder ausgleichen kannst, desto tiefer steckst du wahrscheinlich schon im Diätkreislauf fest.

Das klingt hart. Ich weiß
Doch ich möchte dich mit meiner eigenen Geschichte ermutigen, genauer hinzusehen…

Heute Vorbild, morgen essgestört.

Es gab eine Zeit in meiner Diätkarriere, da kamen in mir immer öfter Fragen auf. Fragen danach, ob ich übertreibe. Fragen wie:

    • Ist es dieser ständige, krasse Verzicht wirklich wert?
    • Muss ich für immer die Kontrolle behalten und Kalorien zählen?
    • Sind die Fitnessmodels auf Instagram wirklich so dizipliniert und happy, wie sie scheinen?
    • Ist es nicht schon unnormal, wenn ich abends das Gemüse weglege, weil es zu viele Kohlenhydrate hat?

Vor allem die letzte Frage löste in mir große Sorge aus. Ich erinnere mich noch gut, als ich die rote Paprika auf die Waage legte und sie in meine Kalorienapp eintragen wollte. Als ich die Anzahl der Kohlenhydrate sah, löschte ich sie wieder aus der App und legte sie zurück.

Die Paprika passte einfach nicht in meinen Plan. Also gab es nur Ei – ohne Gemüse.

Damals war das für mich normal. Ich verstand nicht, wie andere daran zweifeln konnten, dass das die einzig richtige und gesunde Entscheidung war. Im Gegenteil. Ich verspottete die anderen sogar noch und machte mich über deren Undiszipliniertheit lustig. Ich weiß, das ist krass, aber es ist die Wahrheit.

Doch tief in mir drin meldete sich in solchen Situationen immer wieder eine leise, verzweifelte Stimme zu Wort:
„Pauline, meinst du nicht das geht schon in Richtung Essstörung?!“; flüsterte die Stimme und wurde leiser, da sie keine Beachtung von mir bekam. „Nein! Ich ziehe einfach nur meinen Plan durch!„, entgegnete ich gedanklich – bestimmt und entschlossen das Richtige zu tun.

Immerhin folgten mir viele Frauen und bewunderten mich für meinen Lifestyle und meinen Abnahmeerfolg…

Doch auch das brachte mich immer mehr zum Nachdenken und zum Zweifeln – denn ich beantworte mir damit selbst die Frage, ob die perfekten Fitnessmodels auf Insta wirklich so happy und stark waren. Ich war es jedenfalls nicht. Ich versuchte den Schein zu wahren, aber stand mit einem Bein schon in der Essstörung.

Es vergingen 3 Jahre, bis ich mich dazu entschied diese Gedanken öffentlich zu machen.

Vielleicht denkst du jetzt: Und was hat das alles mit mir zu tun?!

Falls du bis hier her gelesen hast, dann hast du vielleicht dein eigenes Verhalten wieder erkannt. Oder du bist verunsichert und weißt nicht so Recht, was nun los ist.

Das ist verständlich. Ich kenne diese Unsicherheit. Ich kenne diese Fragen im Kopf ob man übertreibt oder ob es noch normal ist… und die Stimme im Hintergrund die sagt: Es ist doch alles halb so wild!

Frage dich am besten ganz ehrlich, offen und ohne dich selbst zu bewerten:

    • Wie fühle ich mich wirklich?
    • Ist mein Alltag eingeschränkt?
    • Leide ich unter meinem Ess- und Diätverhalten?

Und falls da eine kleine, zarte Stimme in deinem Kopf ruft „Ja!“ – dann höre ihr zu.
Ignoriere für einen kurzen Augenblick die andere, fordernde Stimme die dich ermutigen will weiterhin diszipliniert deine Diät zu machen. Tritt ihr zur Not mal kräftig in den Ar***, falls sie nicht aufhört dich vollzuplappern!

Denn jetzt geht es darum herauszufinden, wie es dir wirklich geht. Was du fühlst und ob Diäten dir wirklich gut tun!

Und wenn dir bewusst wird, das du irgendwie auf dem falschen Weg bist – dann verurteile dich nicht dafür.

Nimm es an. Mach es dir einfach bewusst und akzeptiere es. So, wie es ist.

Und dann gehst du einen Schritt nach dem anderen.
In deinem Tempo. Ohne Druck. Ohne Stress.
Für dich und dein Ziel von einem bewusst diätfreien Leben mit Freiheit beim Essen und Wohlfühlen in deinem Körper!

Übrigens, der erste Schritt aus dem Diätwahn führt aus meiner Erfahrung über mehr Selbstakzeptanz!
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Deine Pauline!

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